Gutes sehen ist das A und O

Gutes Sehen ist das A und O

Gutes Sehen – das A und O für sichere Fahrt

Voraus braut sich eine kritische Verkehrssituation zusammen. Erst spät erkennt der Fahrer die Lage. Nur
mit Mühe schafft er es, einen Unfall zu vermeiden. "Das war aber knapp", seufzt er erleichtert auf. Klar,
versierte Kfz-Lenker kommen sehr selten in solche Zwickmühlen. Doch was, wenn Sie sich immer öfter
sagen müssen: "Gerade noch mal gut gegangen?" Dann liegt es häufig an Ihren Augen. Die nämlich
liefern dem Fahrer die meisten und wichtigsten Informationen über das Verkehrsgeschehen.
Gutes Sehen ist also das A und O für sichere Fahrt.
Doch auch die Augen werden älter. In der Regel lässt ihre Sehkraft ab dem 50. Lebensjahr merklich nach.
Das bedeutet: Weniger scharf und deutlich nimmt der Fahrer die "Verkehrswelt" wahr; langsamer als früher
passen sich seine Augen an wechselnde Lichtverhältnisse an. Schon am Tag kann er dadurch in Schwierigkeiten kommen – und erst recht in der Dämmerung oder bei Nacht.
Doch bis ins hohe Alter lässt sich der nachlassende "Scharfblick" durch Sehhilfen ausgleichen. Manchem
Fahrer kommt diese Erkenntnis leider erst nach einem Zusammenstoß: Weil ihm noch gar nicht bewusst geworden war, dass er schlechter sieht. Vorsorge ist alsogeboten, nach der Faustregel:
Ab dem fünfzigsten Geburtstag alle drei Jahre zum Sehtest beim Optiker oder Augenarzt –
und ab dem "Sechzigsten" alle zwei Jahre.
Meist wird eine gute Fahrbrille ausreichen, um den Blick des Seniors wieder zu schärfen. Wichtig ist, dass
Sie diese Brille nicht nur nach modischen Gesichtspunkten auswählen, sondern vor allem im Blick auf
optimale Sichtverhältnisse. Dazu gehören: Mehrfach entspiegelte Kunststoff-Qualitätsgläser, Fassung mit
großem Blickfeld und schmalen, hoch angesetzten Bügeln.

Und: Denken Sie daran, dass auch Brillen altern, zum Beispiel durch winzige Kratzer in den Gläsern oder verbogene Gestelle. Alle zwei Jahre gehören sie deshalb gecheckt – in Verbindung mit Ihrem Sehvermögen, das sich in dieser Zeit weiter verändert haben kann.
Übrigens: Brillen können auch mal plötzlich zu Bruch gehen. Vorsorge trifft, wer eine Zweitbrille im Auto
dabei hat.
Nächtliche Fahrten sind es, die das alternde Auge besonders strapazieren. Wie können Sie ihm seine
Aufgabe erleichtern? Dazu zwei wichtige Tipps:
Wenn Sie aus einem hell erleuchteten Raum in die Nacht hinauskommen – vertreten Sie
sich ein paar Minuten lang die Beine und setzen Sie sich dann erst ans Steuer. So passen
Sie Ihre Augen an die Dunkelheit an und vermeiden den "Start in ein schwarzes Loch".

Schauen Sie möglichst nicht direkt in die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge
– wenden Sie Ihren Blick ein wenig ab.

Schließlich: Holen Sie sofort Rat ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Sehvermögen weiter nachlässt wenn Sie also zum Beispiel entferntere Verkehrszeichen und Leitpfosten nicht mehr so gut wie bisher erkennen.
Fragen Sie auch Ihren Augenarzt bzw. -optiker nach jedem Sehtest, was Sie sich am Steuer noch
zutrauen dürfen. In der Regel wird ein Kfz-Lenker mit betagten Augen zunächst auf Fahrten in der Dämmerung sowie bei Nacht oder Nebel verzichten müssen.
Am Tage schafft er es mit einer guten Sehhilfe oft noch viele Jahre lang. So schwer dann der Verzicht auf
das geliebte Auto fallen mag – er ist allemal besser als ein selbstverschuldetes Unglück.