Auch Fitness ist wichtig!
Wenn die Spannkraft nachlässt – und was dagegen zu tun ist
Logisch, dass die Spannkraft mit zunehmenden Jahren geringer wird. Hohe Konzentrationsleistungen
über längere Zeit fallen schwerer; schneller kommen Stressgefühle auf. Unsicher und überfordert fühlt sich dann so mancher ältere Fahrer. Das spiegelt sich in der Unfallstatistik wider.
Auch wenn sie den Senioren im ganzen ein weitaus besseres Zeugnis ausstellt als der kraftfahrenden Jugend, zeigt sie doch einige Schwachpunkte im einzelnen auf. Hierher gehören vor allem Orientierungsfehler bei der Vorfahrt sowie beim Abbiegen und sonstigen Fahrspurwechseln. Je dichter das Verkehrsgetümmel ist, um so eher kommt es zu solchen Fehlern.
Was tun? Das erste Gegenrezept lautet: Wenn Sie sich um Ihre Fitness kümmern, bleibt Ihre Spannkraft
länger erhalten. Sport, Gymnastik, Schwimmen oder Radfahren – und sei es nur auf dem Trimmrad – sind
für ältere Fahrer ein wahrer Jungbrunnen. Natürlich heißt es dabei Maß halten und nicht übertreiben. Maß
halten sollte der Senior auch bei langen Strecken am Steuer. Das heißt:
Verzichten Sie bei Fahrten zu entfernten Zielen – etwa zum Urlaubsort – auf einen
Kilometer-Marathon. Planen Sie ein Tagespensum ein, mit dem Sie noch locker fertig
werden, selbst bei unvorhergesehenen Staus.
Legen Sie spätestens nach zwei Stunden eine Kurzpause ein – und nach vier eine ausgedehntere
Rast. Nutzen Sie diese Zeit für ein paar Schritte und ein wenig Gymnastik in frischer Luft.
Begnügen Sie sich unterwegs mit leichtverdaulicher Kost; verzichten Sie auf schwere
Gerichte und selbstverständlich auch auf Alkohol.
Und weiter: Erleichtern Sie sich die Arbeit am Steuer durch eine kluge Strecken- und Zeitwahl – vor allem
dann, wenn Sie merken, dass Sie schwierige Orientierungsprobleme in starkem Verkehr nicht mehr so
gut wie früher meistern. Klar ist zum Beispiel, dass Sie in den Spitzenstunden des Berufsverkehrs mit überfüllten Stadtstraßen rechnen müssen – und während der Ferienzeiten mit Autobahn-Staus an den Wochenenden.
Deshalb:
Nutzen Sie die Verkehrsprognosen der Automobilclubs, die aktuellen Durchsagen
der Rundfunksender und ähnliche Hilfen, um dichtem Gewühl auszuweichen.
Erkunden Sie auch selbst, ob Sie auf den Wegen zu Ihren gewohnten Zielen besser
vorankommen können, wenn Sie zu günstigeren Zeiten starten oder eine andere Strecke
bevorzugen.
Schließlich: Verfallen Sie niemals in Hektik, selbst wenn Sie ein ungeduldiger Besserwisser von hinten
anhupt. Lassen Sie sich auch dann genügend Zeit für die Vorbereitung von Manövern, die Sie vorhaben –
sei es das Überqueren einer Kreuzung oder ein Richtungswechsel.







