Welches Fahrzeug?
Welches Auto passt am besten?
Schon als Jung-Senior sollte man sich darum kümmern, dass das nächste Auto auf die Bedürfnisse der
kommenden Jahre zugeschnitten ist. Denn: Selbst wenn man auf seine Fitness bedacht ist, lässt die
Beweglichkeit allmählich nach. Schwerer fällt dann die rasche Kopfdrehung für einen Seitwärtsblick, mühsamer wird das Einsteigen oder die flotte Lenkrad- Kurbelei bei Parkmanövern. Zu bedenken ist auch,
dass ein "seniorentauglicher" Wagen das Sehvermögen und die Konzentration am Steuer begünstigt.
Eine müde Kutsche muss ein solches Auto keineswegs sein, wohl aber ein bequemes Fahrzeug. "Gute Sichtbedingungen – hilfreiche Komfortausstattung – zeitgemäße Sicherheitsausrüstung", lauten die wichtigsten Anforderungen. Ob sie erfüllt sind, lässt sich mit einer genauen Inspektion des Wagens und einer ausgedehnten Probefahrt erkunden. Im Einzelnen:
Sichtbedingungen: Dazu gehört, dass der Fahrer das Verkehrsgeschehen in seinem Umkreis und die
Dimensionen seines Autos leicht abschätzen kann, dank einer guten Rundumsicht durch die Scheiben
und einer ebenso guten "Rückspiegelei". Ohne größere Mühe sollten sich die Außenspiegel von
innen nachjustieren lassen, am besten mit einer elektrischen Einstellhilfe. Abzuraten ist von getönten
Scheiben, weil sie "Lichtschlucker" sind. Bei den Bordinstrumenten im Armaturenbrett kommt
es auf klare Anzeigen und eine übersichtliche Anordnung an. Schlecht ist es, wenn sich ein solches
Instrument bei Nacht in der Windschutzscheibe spiegelt.
Komfort: Bequeme Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten sind besonders wichtig, wenn die Beweglichkeit
nachlässt. Probieren Sie das unbedingt vor dem Kauf aus – und ebenso die Gestaltung des
Fahrersitzes. Gut sollte dieser die Wirbelsäule und die Oberschenkel abstützen; ebenso wie das Lenkrad
sollte er auch höhenverstellbar sein. Leichteres "Handling" – vor allem beim Ein- und Ausparken –
verheißt eine Servolenkung. Dass sich das Gepäckabteil problemlos be- und entladen lässt, sollten
Sie ebenfalls prüfen, im Blick auf Ihre Einkaufsfahrten und Ferienreisen.
Orientierungshelfer: Gut beraten sind Sie, wenn Sie sich zusätzlich einen "Autopiloten" gönnen,
sprich eine elektronische Navigationshilfe. Geben Sie einem hochwertigen Gerät den Vorzug und testen
Sie es nach Möglichkeit bei einer Probefahrt. Sogar mit Sprachansage sind manche Geräte ausgestattet.
Sie werden erstaunt sein, wie sehr Ihnen ein solcher Helfer das Durchkommen in
schwierigen Verkehrssituationen und das Ausweichen vor Staus erleichtern kann. Auch fürs Ein- und
Ausparken gibt es elektronische Hilfen: In Form von Sensoren, die einen Warnton im Cockpit auslösen,
wenn die Distanz zu benachbarten Autos knapp wird.
Innere Sicherheit: Ernste Verletzungen durch einen Unfall überwinden Senioren viel schwerer
als junge Leute. Deshalb sollten Sie auch der "passiven Sicherheit" des in Aussicht genommenen
Autos ein besonderes Augenmerk schenken: Sind die Sicherheitsgurte höhenverstellbar – also genau
auf Ihre Körpergröße zu justieren; lassen sie sich leicht bedienen? Ist Ihre Kopfstütze so weit ausziehbar,
dass sie mit Ihrer Schädeldecke auf gleicher Höhe liegt? Sind Sicherheitselemente gegen
einen seitlichen Anprall in die Türen eingebaut?
Und, nicht zuletzt: Bieten Front- und Seitenairbags ergänzenden Schutz? Ein Ja in allen diesen Punkten
bedeutet, dass Sie beste Chancen haben, einen Zusammenstoß ohne schwere Blessuren zu überstehen.







